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Erika Staudinger

 

*1968, Österreich

Erika Staudinger arbeitet seit 1995 im Atelier – Evangelisches Diakoniewerk Gallneukirchen, in Oberösterreich. Die Philosophie des Ateliers besteht in der Förderung der einzelnen Person, mit ihrer jeweils eigenen Formensprache. Das Atelier bietet einen geeigneten Rahmen für künstlerische Produktionen ohne Einmischungen und Vorgaben, fern von kunsttherapeutischen Ansätzen.

Margit Zuckriegl beschreibt die Künstlerin in dem von Angelica Bäumer 2007 herausgegebenen Buch „Kunst von Innen. Art Brut in Austria" als „Verdichterin". Ihre Themen sind Porträts und Architekturen, beispielsweise Burgen, Schlösser, Kathedralen.

2008 entstand mein Porträt von Erika Staudinger als Auftragsarbeit auf Initiative von Helmut Pum, damals künstlerisch-pädagogischer Mitarbeiter des Ateliers. Sie arbeitete aufgrund eines Fotos von mir. Ergebnis war eine verdichtete und konzentrierte Bleistift-Zeichnung auf Papier mit einer roboterhaften Aufarbeitung meines Kopfes. In ihren Details mit zahlreichen Kugeln und geradezu winzigen architektonischen Gebilden lässt die Zeichnung viel Raum für mechanische Assoziationen. Mein Gesicht zeigt sich als dichtes Formenkonglomerat aus der Phantasie und Wirklichkeit der Künstlerin.

Mit dem Titel „Mein Kopf als Maschine?“ publizierte ich 2021 einen Beitrag über mein Porträt von Erika Staudinger in der vom Diakoniewerk Gallneukirchen herausgegebenen Festschrift „26 Jahre Atelier" (S. 22– 25). In diesem Artikel reflektiere ich auch meine ursprüngliche Irritation über das Porträt, das eine geradezu technisierte Anmutung offenbart.

Werke der Künstlerin finden sich in der Sammlung von Arnulf Rainer, im Museum der Moderne Salzburg und im Landesmuseum Oberösterreich.

 

Ausgewählte Arbeiten