Ernst Herbeck

1920 bis 1991, Österreich

In Stockerau in Niederösterreich geboren, hatte Ernst Herbeck bereits früh mehrere Operationen wegen einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte und damit verbundene Sprechstörungen.

Dies führte zu Behinderungen in der Schule und seiner Berufsausbildung. 1940 war er zum ersten Mal in psychiatrischer Behandlung. Er arbeitete zu dieser Zeit als Hilfsarbeiter in einer Munitionsfabrik. 1944 wurde er zum deutschen Militär einberufen, 1945 als kriegsuntauglich entlassen. 1946 kam er nach Gugging. In den 1950er Jahren regte ihn sein Psychiater Leo Navratil sowohl zum Zeichnen als auch zum Schreiben an und publizierte in „,Schizophrenie und Kunst“ 1965 auch Zeichnungen Ernst Herbecks. Zunächst veröffentlichte Ernst Herbeck unter dem Pseudonym Alexander zahlreiche Gedichte und Prosatexte. 1978 wurde er in die Grazer Autorenversammlung aufgenommen. Nach einer Phase in einem Seniorenheim in Klosterneuburg kehrte Ernst Herbeck 1981 freiwillig nach Gugging zurück und lebte dort bis zu seinem Tod im Haus der Künstler. 2015 zeigte das museum gugging seine Arbeiten im Rahmen der Ausstellung „,Eine leise Sprache ist mir lieber“. Seine Werke befinden sich in den Landessammlungen Niederösterreich und in der Österreichischen Nationalbibliothek, Sammlung von Handschriften und alten Drucken, Wien.

 

Ausgewählte Werke