Johann Garber

*1947, Österreich

In Wiener Neustadt geboren, wuchs Johann Garber bei seiner Großmutter auf. Einige Zeit verbrachte er auch in Jugendheimen. Seine Lehre zum Maler und Anstreicher brach er frühzeitig ab und arbeitete dann im Baugewerbe und absolvierte auch seinen Militärdienst.

Im Alter von 19 Jahren kam er zum ersten Mal in psychiatrische Behandlung. Seit 1968 ist er praktisch ständig in Gugging, seit 1981 lebt und arbeitet er im Haus der Künstler. Er produziert Tuschezeichnungen von hoher grafischer Qualität, die bis an den Rand mit unterschiedlichsten Details gefüllt sind. Seine Hauptmotive sind Stadtlandschaften, erfundene Architekturen und Tiere. Er erschafft auch bunte Tierbilder und farbig bemalte Alltagsgegenstände. Er zeichnet schnell und ist inspiriert durch seine Phantasie, durch Erscheinungen und Vorlagen. Darüber hinaus verändert er fertige Objekte, wie beispielsweise Hirschgeweihe, die er mit Hilfe von Acrylfarben in Kunstwerke transformiert. Meist arbeitet er allein und ungestört. Sein Zimmer gestaltet er wie eine künstlerische Installation. Der Nachbau einer solchen ist im museum gugging zu sehen. In der persönlichen Begegnung ist er kommunikativ. 2017 hat er als erster Gugginger Künstler eine Ausstellung in der galerie gugging kuratiert. Seine Arbeiten finden sich in zahlreichen öffentlichen Museen, wie beispielsweise dem American Folk Art Museum in New York und in privaten Sammlungen, wie etwa der Fabio

und Leo Cei Sammlung, Italien, der Diamond Collection, Österreich, und der Sammlung Helmut Zambo, Deutschland/Österreich.

 

Ausgewählte Werke