Leonhard Fink

*1982, Österreich

In Wien geboren, wuchs Lenny, wie er oft genannt wird, mit seinen vier Geschwistern in Weidling bei Klosterneuburg in Niederösterreich auf.

Er hat dort die Hauptschule absolviert und kam mit 17 Jahren das erste Mal in psychiatrische Behandlung. Auf Initiative seiner Mutter kann er seit 2001 im atelier gugging arbeiten. Nach acht Jahren, in denen er täglich relativ vielseitig zeichnete, erreichte er mit seinen Landkarten einen künstlerischen Durchbruch. Geografie hat ihn schon lange interessiert, war doch sein Vater Universitätslehrer für Geografie und Geologie. Und Straßen spielen in seinem Leben eine große Rolle, da er oft zu Fuß nach Hause geht. Die Darstellung seiner phantastischen Landschaften sind mit Details gefüllt, wie beispielsweise wunderbaren Architekturen und Kirchtürmen sowie Straßen, Eisenbahnen und Brücken, die einander zu verschlingen scheinen. Auch Tiere, Bäume, Fahrzeuge und zunehmend auch Menschen finden sich in seinen Bleistiftzeichnungen. Diese Details wechseln ihre mehrdimensionalen Perspektiven, d.h. sie täuschen die Betrachter, in ihren Verzerrungen und Größenspielen, sobald sie genau wahrgenommen werden wollen. Daher betitelt Gerhard Roth sein Kapitel über Leonhard Fink in dem Buch „,Im Irrgarten der Bilder“ mit „,Optischer Täuschung“, deutet die Landkartenbilder als rätselhafte Reiseberichte und sieht in dem Künstler einen kindlich-neugierigen Schamanen. Bei anderen Arbeiten inkludiert er mitunter originelle, mit Wortwitz formulierte Texte als Bildbeschreibungen. Er lebt mit seinen Eltern in Weidling in der Gemeinde Klosterneuburg, Niederösterreich. Seine Werke finden sich beispielsweise im Museum of Everything des Londoner Sammlers James Brett, und in der Sammlung von Helmut Zambo, Deutschland/Österreich.

 

Ausgewählte Werke