Fritz Opitz

1911 bis 1987, Österreich

Fritz Opitz wurde in Klosterneuburg-Weidling geboren. Infolge epileptischer Anfälle übte er nie einen Beruf aus. Bereits vor seiner Aufnahme in das psychiatrische Krankenhaus in Gugging zeichnete und malte er.

Die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte Fritz Opitz im Haus der Künstler. Als Erwachsener setzte er fort, was er im Zeichenunterricht in der Schule gelernt hatte. Fritz Opitz war bei seiner künstlerischen Tätigkeit ganz selbstständig. Er produzierte zuerst Zeichnungen mit Bleistift, dann bemalte er diese mit Deckfarben und schliesslich zog er die Konturen mit Tusche nach. Er verwendete oft Vorlagen für seine künstlerischen Werke. Manchmal schrieb er auch Sprüche in seine Arbeiten. Die Bilder weisen ähnliche Umrahmungen auf: In den Ecken finden sich zumeist Edelweiss und als seitliche Begrenzung wählte er andere Blumen. Er zeichnete mit grosser Geduld, Ausdauer und Genauigkeit. Leo Navratil vertrat die Hypothese, dass seine zeichnerische Tätigkeit eine Art 'epileptisches Äquivalent' darstellte, das heisst, dass diese das Auftreten von Anfällen verhinderte. Seine Arbeiten wurden in der ersten Ausstellung der Gugginger Künstler 1970 'Pareidolien' in der Wiener Galerie nächst St. Stephan gezeigt.

Werke von ihm finden sich in der Graphischen Sammlung der Albertina, Wien, und im Lentos Kunstmuseum, Linz.

 

Ausgewählte Arbeiten